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Wie Sprache unser Unterbewusstsein beeinflusst

Wie Sprache unser Unterbewusstsein beeinflusst

wie-sprache-unser-unterbewusstsein-beeinflusst

power-fragen-für-das-unterbewusstseinÜber die geradezu atemberaubenden Eigenschaften unseres Unterbewusstseins können wir täglich nur staunen. In diesem Artikel soll es speziell darum gehen, wie Sprache, genauer, unsere Wortwahl, unser Unterbewusstsein beeinflusst, und wie wir das gewinnbringend für unser Leben nutzen können.

Unser Unterbewusstsein hat so manche ungewöhnliche Eigenschaft: Zum Beispiel tendiert es dazu, Dinge wörtlich zu nehmen. Zum anderen schläft es nie. Weil das Unterbewusstsein Sprache wörtlich versteht, ist es wichtig, dass wir unsere Worte mit Bedacht wählen, sodass sie uns unterstützen und nicht schwächen.

Streichen Sie die folgenden Wörter aus Ihrem Wortschatz!

Um unser Unbewusstes bestmöglich zu unterstützen, können wir “Power-Wörter” benutzen. Doch sehen wir uns zunächst einmal an, welche Wörter wir am besten aus unserem Wortschatz streichen sollten, weil sie Gift für das Unterbewusstsein sind – um Sie danach durch Power-Wörter zu ersetzen.

VERSUCHEN – das Wort mit impliziertem Versagen

VERSUCHEN – ein Wort, dass das Versagen impliziert. Wenn Sie einen guten Freund fragen, ob er zu Ihrer Party nächste Woche kommt, und er antwortet: “Ich werde versuchen, zu kommen”, wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass er wirklich vorbeikommt?

VERSUCHEN ist auch eine prima Ausrede dafür, warum wir etwas nicht geschafft haben: “Naja, wenigstens hat er es versucht”, hören wir dann gerne in unserem Umfeld. Es klingt geradezu nobel, etwas versucht zu haben. Jedenfalls klebt das Versagen fest an den Fersen dieses Wortes, weshalb wir es am besten so oft wie möglich aus unserer Rede verbannen sollten.

Wenn Sie allerdings jemanden so richtig ärgern wollen, wenn er etwas nicht schafft, dann sagen Sie ihm gerne “Jetzt komm, versuch es doch nochmal.”

“Versuchen” mobilisiert gerade genug Energie, etwas anzufangen und es nicht zu schaffen. Deshalb ist es auch besser, dass Sie ein klares “NEIN” formulieren, wenn Sie etwas nicht schaffen, anstatt ein lauwarmes “Ich werd’s versuchen” vorzuschieben.

Ich KANN NICHT – die zwei Wörter, die uns unserer Ressourcen berauben

Einer der Grundsätze des Neurolinguistischen Programmierens besagt, dass jede Ressource, die wir irgendwann zu irgendeinem Zeitpunkt in uns hervorrufen konnten, wenn auch nur sehr kurz, dauerhaft (unbewusst) in uns vorhanden ist. Es ist also meist nicht das Problem, keine Ressourcen zur Verfügung zu haben, sondern, zum gewünschten Zeitpunkt auf eine bestimmte Ressource zugreifen zu können.

Und hier kommen die zwei Wörter “kann nicht” ins Spiel. Sie berauben uns unserer Ressourcen, indem Sie uns den Zugriff auf diese verweigern! Ob wir nun sagen “Ich KANN” oder “Ich KANN NICHT” – in beiden Fällen liegen wir richtig. Wenn wir uns selbst einreden “Ich kann kein Spanisch”, dann wird unser Unterbewusstsein alles dafür tun, dass diese Aussage zur Realität wird, und alle Ressourcen und neuronalen Bahnen blockieren, die wir bräuchten, um eben Spanisch zu lernen. Hören wir also damit auf, uns einzureden, dass wir etwas nicht können!

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Natürlich ist es nicht so, dass wir etwas plötzlich können, nur weil wir uns sagen “Ich kann”. Beispielsweise werden wir unser blaues Wunder erleben, wenn wir noch nie Skifahren wahren, uns oben am Abhang sagen “Ich kann Skifahren”, und dann in naiver “Tschakka-Manier” den Berg hinunterrasen, ohne jemals einen Skikurs gemacht zu haben. Das wird böse enden. Wir können eben (noch) nicht Skifahren, wenn wir es nie gelernt haben, aber wir können schnell draufgehen, wenn wir so einen Blödsinn machen!

Die richtige Vorgehensweise in diesem Fall wäre es, sich zu sagen “Ich KANN Skifahren lernen”. Damit aktivieren wir alle verfügbaren Ressourcen, um das Skifahren so gut und schnell wie möglich zu erlernen.

Wir können anderen, die sich gerne einreden, dass sie etwas nicht können, dabei helfen, ihre Ressourcen zu aktivieren, indem wir sie fragen: “Was würde passieren, wenn Du es könntest?”, oder: “Was hält Dich davon ab?”

Das sind lösungsorientierte Fragen, die eine andere Person aus dem Zustand, in dem sie feststeckt (“Ich kann nicht”), herausholen können.

WARUM? – Die Frage des Opfers

Die Frage nach dem “Warum” sollte ebenfalls aus unserem Vokabular verschwinden, wenn wir lösungsorientiert denken und handeln wollen. “Warum” lässt uns im gegenwärtigen Zustand verharren, anstatt einen anderen Zustand anzustreben. Wenn wir beispielsweise jemanden fragen, warum er deprimiert ist, können wir ihn damit erst so richtig “in Fahrt bringen”. Das Ende vom Lied ist eine lange Erklärung, vielleicht inklusive einer schlimmen Kindheits- oder Familiengeschichte, warum die Person deprimiert ist und was ihr alles an Schlechtem in Ihrem Leben widerfahren ist. Beide Gesprächspartner werden sich danach wahrscheinlich schlechter und machtloser fühlen, ohne eine effektive Gegenmaßnahme ergriffen zu haben, welche die Empfindung des Deprimiertseins auflösen oder zumindest lindern könnte.

Leider bringt uns die Frage nach dem Warum in den seltensten Fällen zu brauchbaren Lösungen. Personen, die in bestimmten Gefühlszuständen und nicht enden wollenden Konflikten festzustecken scheinen, und vor allem Menschen mit Neigung zu Depressionen, haben besonderes Interesse an der Frage nach dem Warum. Achten Sie einmal darauf, und Sie werden überrascht sein. “Warum-Frager” sind nicht selten “professionelle Opfer”.

Die Power-Sprache fürs Unterbewusstsein

Kommen wir nun zu den Wörtern, mit denen wir unser Unbewusstes bestmöglich zur Mitarbeit bewegen, um unsere Ziele zu erreichen. Kommen wir zu den Wörtern, die Lösungen herbeiführen.

WAS und WIE

Stellen Sie sich einmal vor, Sie sind Rettungssanitäter und der zu Rettende ist kurz davor, zu verbluten, weil er mit einem Messer attakiert wurde. Welche Frage ist nun wirkungsvoller?

“WARUM bist Du denn in diesen Streit geraten?” oder “WIE kann ich das Leben dieses Menschen retten?” bzw. “WAS muss ich tun, damit dieser Mensch überlebt?”

Während das WARUM nach Gründen sucht, möchte das WIE Antworten hervorrufen. Eine besonders beliebte Frage ist: “WARUM ist mir das passiert?” Diese Frage kann besonders effektiv durch die Frage “WAS WILLST DU?” ersetzt werden.

Die wirksamste Frage, die Sie anderen stellen können, ist: “WAS WILLST DU?” Diese Frage ist so mächtig, weil sie auf einen Zielzustand fokussiert.

Blockierende Fragen in lösungsorientierte umwandeln

blockierende-fragen-in-lösungsbasierte-umwandelnSehen wir uns kurz an, wie wir Fragen, die uns im gegenwärtigen Zustand steckenbleiben lassen, in lösungsorientierte, zielführende Fragen umwandeln können:

  • “WARUM bin ich so dumm?” -> “WIE kann ich cleverer/schlauer werden?”
  • “WARUM habe ich so wenig Geld?” -> “WIE kann ich mir ein Vermögen aufbauen?”
  • “WARUM streiten wir schon wieder wegen … ?” -> “WAS können wir tun, um unsere gemeinsame Zeit mehr zu genießen?”
  • “WARUM hast Du schon wieder so schlechte Noten?” -> “WAS können wir tun, damit Deine Noten besser werden?”

Das Umbauen von WARUM-Fragen gibt unserem Gehirn die Möglichkeit, an Lösungen zu arbeiten, wie wir den gewünschten Zielzustand erreichen können. Die Methode ist geradezu lächerlich einfach, aber unterschätzen Sie nicht die Kraft, die dieser einfachen Änderung innewohnt! Die WIE- und WAS-Fragen entlassen uns nämlich nicht aus unserer Selbstverantwortung, sondern fordern diese geradezu radikal ein!

“Alles viel zu trivial!”, denken Sie jetzt vielleicht. In der Tat klingen diese Tipps zu einfach, um wahr zu sein. Allerdings sind es in Wirklichkeit die kleinen Änderungen, die am Ende die große Wirkung zeigen.

Kleine Änderungen, große Wirkungen

Fassen wir zusammen: Die Frage nach dem WARUM ist perfekt geeignet, um im gegenwärtigen Schlammassel festzustecken. Sie ist perfekt geeignet für Nörgler, Opfer und Menschen, die eines garantiert nicht wollen: Ihren Zustand verändern. Sie bleiben lieber im selbst auferlegten Konfliktprogramm, dessen sie sich oftmals gar nicht mehr bewusst sind. Seien Sie also wachsam und holen Sie diejenigen aus dem Jammertal des WARUM-Fragens, die darin gefangen sind und eigentlich etwas ganz anderes wollen, auch wenn das Wollen verschüttet ist.

Stellen Sie genauso das VERSUCHEN ein, wenn Sie wirklich was erreichen wollen! Versuchen Sie gerade, zu atmen, oder tun Sie es? VERSUCHEN stinkt nach Versagen, und das wollen Sie vermutlich nicht. Versuchen ist häufig dazu da, ein klares NEIN zu vermeiden. Seien Sie klar in Ihren Aussagen!

Zu guter Letzt: Ich KANN NICHT verhindert den Zugriff auf Fähigkeiten und Ressourcen, die Sie bereits haben. Bei jedem ich KANN NICHT verhindern Sie, dass die jeweiligen Ressourcen “angezapft” werden können. Sagen Sie sich deshalb häufiger “ich KANN”, aber nicht auf eine naive Weise, sondern auf eine, die Ihren derzeitigen Fähigkeiten gerecht wird: “Ich KANN meine Worte mit Bedacht wählen.”, “Ich KANN Spanisch lernen.”, “Ich KANN Skifahren lernen.”

Ihre zukünftigen Power-Wörter und -Fragen

power-fragen-fürs-unterbewusstseinWAS, WIE und ICH KANN sind wie Codewörter für unser Unterbewusstsein. Sie bringen unser Gehirn dazu, Lösungen zu finden und Ressourcen zu aktivieren, wenn wir sie brauchen. Nutzen Sie die Kraft dieser einfachen Worte, entwerfen Sie daraus zielorientierte Fragen und helfen Sie damit Ihrem Unterbewusstsein, FÜR SIE zu arbeiten. Ihr Unterbewusstsein wird sich schon bald daran gewöhnen, und diese Kommandos zu Ihrem Besten einsetzen.

Fangen Sie noch heute damit an, Power-Wörter und Power-Fragen zu nutzen: Fragen Sie sich konrket, WAS Sie erreichen wollen, und schreiben Sie es groß auf ein Blatt Papier. Dieses Blatt Papier hängen Sie an verschiedenen Orten in Ihrer Wohnung auf. Zum Beispiel im Schlafzimmer, am Spiegel im Bad, am Kühlschrank, im Auto, im Geldbeutel, als Nachricht auf dem Smartphone. Je öfter am Tag Sie von der Power-Frage Notiz nehmen, desto besser. Jedes Mal wird Ihr Unterbewusstsein fleißig nach Lösungen für Sie suchen.

Hier ein Beispiel für eine Power-Frage:

  • “WIE schaffe ich es, im nächsten Monat fünf neue Kunden zu akquirieren und dabei eine Menge Spaß zu haben?”

Probieren Sie es aus! Und berichten Sie von Ihren Erfahrungen in den Kommentaren zu diesem Beitrag. Sie werden erstaunt sein, WAS sich in Ihrem Leben zum Gewünschten verändert und WIE schnell das gehen kann. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen.

 

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